Unser Musical-Projekt

handzettel-3-A5 Handzettel-anna-A5 handzettel-annajul-A5 handzettel-Chris-A5 In einer Gesellschaft gibt es immer zwei Seiten. Die eine Seite hält energisch an bestehenden Regeln und Gesetzen fest, stellt diese gar nicht erst in Frage. Der andere Teil treibt nach Veränderung, nach freier Entfaltung, nach neuen Ideen, leistet energischen Widerstand, egal was die Anderen sagen, sprengt Grenzen. Dadurch geschieht Entwicklung und Fortschritt.

Unser Stück „Antigone“ spielt in Griechenland. Ein Mann, Kreon, wird König, weil sich die eigentlichen Herrscher im Zweikampf um den Thron gegenseitig umbrachten. Kreon will nur einen von Beiden begraben, um seinem Volk zu zeigen, was mit Staatsverrätern passiert. Dabei ist es nicht wichtig, wie er persönlich zu diesem Verfahren oder Gesetz steht, ob er es gerecht findet oder längst überholt. Das sieht die Schwester dieser „Verräter“, Antigone, ganz anders. Sie findet das Gesetz ungerecht und sinnlos, ein Toter sollte seine Ruhe finden dürfen, egal was er im Leben getan hat. Als Kreon, starrsinnig, ein wenig machtbesessen und ängstlich ihr das verwehrt, begräbt sie den Bruder heimlich. Alle Angebote Kreons ihr Verhalten noch einmal zu korrigieren, lehnt Antigone ab. Für sie ist es wichtig, zu ihrer Überzeugung zu stehen, auch wenn das bedeutet, den Staat gegen sich aufzubringen, hier mit der Folge der Todesstrafe. Auch der Sohn Kreons, Haimon, gleichzeitig Verlobter Antigones kann seinen Vater nicht von dieser Entscheidung abbringen. So muss es zu einem klassisch dramatischen Ende kommen, Antigone stirbt, Haimon kommt zu spät und wie Kreon reagiert, wird man im Stück erfahren.

Man sieht schon hier, dass das Thema zeitlos ist, jeder kennt Beispiele wenig sinnvoller Gesetze. Hier versuchen wir mit unserem Stück immer wieder anzuknüpfen.

Wir wollen zeigen, dass ziviler Widerstand nur für die Dinge eine Gefahr darstellen kann, die sich ja tatsächlich als für den Menschen nicht dienlich erwiesen haben.

Diesen „modern alten“ Gedanken versuchen wir mit unserem selbst überarbeiteten Drehbuch, mit der Musikauswahl, der Bühnenausstattung und mit den Kostümen Rechnung zu tragen. Besonders freuen wir uns hier über die geplante Zusammenarbeit mit der Band „Admiror“, mit dem „Sextett der Funtasten“, mit der Big-Band und dem Oberstufenchor des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums und mit der Ganztagsbetreuung der Grundschule Büdingen.
Auch wird unser Stück wie immer das vielschichtige Können unserer zahlreichen Darsteller/innen und Musiker/innen widerspiegeln und ihnen Raum geben.
Wir sehen das Stück  in der Traditition von „Faust 1“und „Faust 2“ , die wir 2011 / 2012 vollständig selbst produzierten und deren Hauptfiguren wieder dabei sind.
Wir sind auch froh über die Unterstützung der Stadt Büdingen, ohne die unsere Initiative „Jugend lebt Kultur“ das Ganze nicht realisieren könnte und bedanken uns bei der Schule am Dohlberg für die Möglichkeit, Räume und Technik zu nutzen.

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